Verdienstorden für Angelika Pohlmann

Hohe Auszeichnung

1992 gründete Angelika Pohlmann in Sao Paulo das private Kinderheim Girassol.

Krambrock überreichte Angelika Pohlmann im Namen von Bürgermeister Scheib ein Bild des Rathauses. Dort war der Förderverein gegründet worden. Foto: PrivatKrambrock überreichte Angelika Pohlmann im Namen von Bürgermeister Scheib ein Bild des Rathauses. Dort war der Förderverein gegründet worden. Foto: M. KrambrockIhr Startkapital waren damals ein Plastikeimer, drei Stockbetten und ein verwahrlostes Grundstück. Heute leben in der „Sonnenblume" 50 ehemalige Straßenkinder. Weitere 200 Jugendliche aus dem angrenzenden Elendsviertel erhalten in „Girassol" eine fundierte Grundausbildung in verschiedenen Berufen.

Für ihren Einsatz zeichnete Generalkonsul Dr. Heinz-Peter Behr die zupackende Unternehmerin, die seit über 30 Jahren in Brasilien lebt, jetzt mit dem Bundesverdienstkreuz erster Klasse aus - eine ungewöhnliche Ehre für Deutsche, die im Ausland leben. Wie kam es dazu? Im März vergangenen Jahres waren Bundespräsident Horst Köhler und seine Frau Eva Luise auf Staatsbesuch in Brasilien. Dabei besuchten beide auch das Kinderheim Girassol und waren von der Einrichtung, die sich nur über Spenden finanziert, begeistert.

Tatkräftig unterstützt wird das Kinderheim von einem deutschen Förderverein mit Sitz in Hilden. Dessen Vorsitzender ist Michael Krambrock. Er schlug Angelika Pohlmann für das Bundesverdienstkreuz vor - in der berechtigten Annahme, dass sich der Bundespräsident bestimmt noch gut an seinen Besuch im Kinderheim Girassol erinnern würde.

Aus Rheinische Post vom 16.09.2008 von Christoph Schmidt

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