Weihnachtsgeschichte mal ganz anders

Aschaffenburg im Dezember 2010

Liebe Freunde,

Weihnachten, das Fest der Geburt Christi, bewegt uns alle in irgendeiner Art und Weise, egal ob wir gläubig sind oder nicht. Diese Geschichte berührt uns persönlich zutiefst, weil es keine erfundene, sondern eine wahre Geschichte ist, was sie umso wertvoller macht.Maria auf einem Esel mit Josef und dem Weihnachtsstern

Es war einmal ein kleines Mädchen. Lúcia kam in einem „Pronto Socorro" in der Südzone von São Paulo auf die Welt und hatte zunächst gar keinen herzlichen Empfang. Als Frühgeburt verblieb sie erst einmal in der einfachen Klinik. Es war aber bereits abzusehen, dass das kleine, hilflose Wesen nicht bei seiner Mutter aufwachsen konnte. Seine Mutter hatte kein richtiges Zuhause. Sie war selbst krank und hatte kein Geld, um das Kind aufzuziehen. Der Vater hatte sich aus dem Staub gemacht. Das Jugendamt, das die Gefahr für Lúcias Leben erkannte, vermittelte sie somit bereits 27 Tage nach ihrer Geburt in ein Kinderheim.
Dort widmete man sich dem kleinen, schwachen Geschöpf intensiv. Lúcia erhielt regelmäßig Nahrung, medizinische Versorgung und viel menschliche Wärme. Dennoch weinte sie viel. Sie wirkte ziemlich verstört. Nach einigen Wochen wurde Lúcia ruhiger. Alle bemerkten, dass das kleine Mädchen deutliche Entwicklungsfortschritte machte. Alle Mitarbeiterinnen wie auch die anderen Kinder freuten sich darüber.

Dennoch blieb die traurige Wahrheit bestehen: Lúcia litt an Aids.
Einer der Betreuerinnen wuchs aber gerade dieses kleine Mädchen besonders stark ans Herz. Sie selbst hatte keine eigenen Kinder. Ihr Mann und sie arbeiteten beide hart, lebten aber in sehr ärmlichen Verhältnissen. Im Lauf der Zeit wurde das Verhältnis zwischen ihr und Lúcia so intensiv, dass sie sich entschloss, die Adoption zu beantragen. Diesem Antrag wurde entsprochen. Jetzt hat Lúcia eine „Herberge" gefunden, in der sie Liebe und Geborgenheit erfährt.

Das Kinderheim war das Kinderheim „GIRASSOL", unser Patenschaftsprojekt, und die neue Mutter war eine der Betreuerinnen. Sie - selbst in materiell sehr bescheidenen Verhältnissen lebend - entschließt sich, einem Kind, das regelmäßige medizinische Betreuung braucht, Liebe und ein neues Zuhause zu geben.

Welch' beeindruckende Weihnachtsgeschichte, wie nur das Leben sie schreibt. Welch' ein Beispiel von Nächstenliebe.
Mit dieser Geschichte möchten wir dich ermuntern, in der Zeit des Schenkens und des Beschenktwerdens, auch an die Menschen zu denken, denen es nicht so gut geht wie uns.
Nun wünschen wir dir und deiner Familie frohe und glückliche Stunden zum Weihnachtsfest. Möge das Neue Jahr viel Gutes für dich und deine Familie bereithalten, vor allem Gesundheit, Zuversicht und Frohsinn.

Joachim & Christiane Wolf


Uns wird jeden Tag aufs Neue vor Augen geführt, wie notwendig unser gemeinsames Wirken und Schaffen für benachteiligte Kinder und Jugendliche ist. Wir hoffen auf Deine helfende und schützende Hand und Deine Solidarität.
Auch in diesem Jahr haben wir wieder einen Jahreskalender zugunsten des Kinderheims „GIRASSOL" gemacht.

Spendenkonto: Sparkasse Aschaffenburg/Alzenau
BLZ 795 500 00
Konto 8627697 • Kennwort „Girassol"

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Förderverein feiert 10-jähriges Jubiläum

Werbewirksame Aktion in der Hildener Fußgängerzone

Am 19. September 2009 feierte der Förderverein sein 10-jähriges Bestehen. Im Rahmen eines verkaufsoffenen Wochenendes in der Hildener Innenstadt hatten wir einen Infostand in der Fußgängerzone aufgebaut.

Der Stand war farbenfroh dekoriert mit Motiven aus dem Kinderheim. Zudem gab es eine Tombola mit kleinen typischen Gewinnen aus Brasilien. Diese waren von unseren Mitgliedern und auch von Angelika Pohlmann, die zum Jubiläum eigens aus São Paulo angereist war, mitgebracht worden. Zwei Batucada-Gruppen aus Hilden und Düsseldorf machten mit brasilianischen Rythmen auf unsere Aktion aufmerksam. In der anschließenden Mitgliederversammlung erklärte sich der neue Bürgermeister Hildens, Horst Thiele, ebenso wie sein Vorgänger bereit, die Schirmherrschaft über den Verein weiter zu führen.

Die Vereinsmitglieder, die sich an diesem Tag die Zeit nehmen konnten, den Stand mit zu betreuen, hatten sichtlich Spaß bei Ihren Engagement. Neben der guten Öffentlichkeitsarbeit hatte diese Aktion auch vereinsintern zur Folge, dass die Ehrenamtlichen sich besser kennen lernten und sehen konnten, wie ihre Arbeit Früchte trägt.

Die folgenden Bilder geben einen guten Eindruck ...

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Zwei Beispiele von vielen

Wie die Idee der direkten Hilfe sich verbreitet

Drei spielende Kinder in Lar GirassolWie wird GIRASSOL eigentlich bekannter? Wie kommt es, dass auch ohne Werbebudget immer mehr Menschen sich für Girassol interessieren und uns mit Spenden unterstützen?

Es sind kleine Schritte dazu notwendig, gegangen von engagierten Freundinnen und Freunden des Kinderheims, viele mit persönlichen Erfahrungen aus São Paulo. Zwei Beispiele stehen für viele, zeigen jedoch exemplarisch auf, wie unsere Idee sich weiter entwickelt, sozusagen von Mund zu Mund ...

2008-10-22-Goldbach

2008-10-22-Geburtstagswunsch

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