Aussergewöhnliche Jahreshauptversammlung

2020: Corona diktiert die Regeln

Der Lockdown im Frühjahr zwang uns, die diesjährige Hauptversammlung zu verschieben. Mit halbjähriger Verspätung fand vor Kurzem nun endlich unsere Jahreshauptversammlung in den Räumlichkeiten der freien evangelischen Gemeinde in Langenfeld statt. Hier begrüßte Dr. Klaus Kirsch in Vertretung der Hausherren die Anwesenden und erläuterte die einzuhaltenden AHA-Regeln. Andreas Krebs hieß die trotz der widrigen Umstände zahlreich erschienenen GIRASSOL-Unterstützer ebenfalls willkommen und führte durch die interessante Versammlung. Neben den alljährlichen formalen Themen der Tagesordnung standen außerdem die Vorstandswahl, die Wahl der Kassenprüfer und die Abstimmung über die Satzungsänderung an. Wie immer stellte der Bericht von 2019 mit vielen Fotos aus und über GIRASSOL den Höhepunkt der Sitzung dar. Der Abend klang beim Verzehr kleiner brasilianischer Köstlichkeiten (privat vom Vorstand gesponsert) und angeregter Unterhaltungen aus. Wer Interesse an Details an, dem sei die Lektüre des Sitzungsprotokolls empfohlen.

 MV 2020 01

MV 2020 02

MV 2020 03

Drucken E-Mail

GIRASSOL bekannter machen

Zwei Publikationen von Spendern

Wie schon mehrmals dargelegt, sieht der Vorstand des Fördervereins Girassol e.V. eine seiner Aufgaben darin, GIRASSOL bekannter zu machen, um den Kreis der Förderer unserer Einrichtung zu erweitern. Voller Freude erfuhren wir nun, dass zwei unserer Großspender in/auf ihren eigenen Plattformen und Magazinen über GIRASSOL berichten 😊.

Gerade erschien der Jahresbericht 2019 von Sternstunden e.V. Dieser enthält einen Bericht über die wiederholte Unterstützung des Vereins, wodurch die Renovierung der Elektro- under Schneidereilehrwerkstatt und die Einrichtung der neuen Bäckereilehrwerkstatt in Grajaú möglich wurden.

Sternstunden Seite 1

Sternstunden Seite 2 Sternstunden Seite 3

Die Firma Healthcare Convention aus Garmisch-Partenkirchen, die uns schon seit Jahren großzügig unterstützt und uns nun auch für die Aktion „Cesta básica“ zur Seite steht, berichtet auf ihrer Homepage von ihrem Engagement gegen den Hunger bei den GIRASSO-Familien.

Healthcare Convention HP

Und so erfährt wieder ein weiterer Kreis von Menschen von der Arbeit bei GIRASSOL, aus dem vielleicht wieder neue Spender hervorgehen.

Drucken E-Mail

ZoomMeeting

Pandemie erzwingt verändertes Handeln

CORONA macht es uns derzeit unmöglich, selbst nach Brasilien zu reisen, um uns vor Ort zu informieren, auszutauschen und anliegende und zukünftige Projekte zu besprechen . . . So griffen auch wir beim Förderverein erstmals zu den angesagten Kommunikationsmitteln in Panademiezeiten und trafen uns kürzlich virtuell mit den Herren Julio Kampff (neuer Vorstandsvorsitzender unseres lokalen Trägervereins SBA) und Thomas Polisaitis (Geschäftsführer der SBA) zum Zoomcall. Thema waren die fortlaufende Verteilung und Finanzierung der Lebensmittelpakete an die Familien der GIRASSOL-Kinder und -Berufsschüler; wie der virtuelle Unterricht funktioniert/angenommen wird und wie, voraussichtlich im September, die Wiederaufnahme des Betriebes (wahrscheinlich mit anfangs nur 35% der Kinder und Jugendlichen) aussehen könnte. Innerhalb des Kreises unserer Belegschaft, den Kids und Azubis waren 11 bestätigte COVID-19-Infektionen zu verzeichnen, von denen 3 stationär behandelt werden mussten, die aber mittlerweile auf dem Weg sind, gesund zu werden. 2020 ist auf der ganzen Welt eine wahrhafte Herausforderung. Aber mit vereinten Kräften, umsichtig-vorausschauendem Handeln und Dank Ihrer aller Unterstützung kommen wir bisher ganz gut durch diese Krise. Noch ist es uns möglich alle Gehälter zu bezahlen und niemanden zu entlassen, „unseren“ Familien die Angst vor Hunger zu nehmen und in ständiger Verbindung mit unseren Kindern, Auszubildenden und deren Familien zu sein.

Zoom Meeting

Drucken E-Mail

Sommerbrief 2020

Liebe GIRASSOL-Freunde,

es fällt nicht leicht, einen Anfang für den GIRASSOL-Sommerbrief 2020 zu finden. Das neue Schuljahr hatte ganz normal begonnen: Kinder, Auszubildende, Lehrkräfte und die übrigen Mitarbeiter hatten sich aufeinander eingespielt. Lehren und Lernen wurden begleitet vom üblichen „Schullärm“, der sonnigen Wärme des Spätsommers und dem Geklapper und den Düften aus der Küche. GIRASSOL vibrierte in der hoffnungsfrohen Erwartung an das Schuljahr 2020!

Nach Karneval begann sich jedoch auch in Brasilien der Ernst der Corona-Lage abzuzeichnen. Schon in den ersten Märztagen veranlasste unser örtlicher Trägerverein, die SBA, für das von ihr betriebene große Altersheim sehr strenge Maßnahmen zum Schutz der Bewohner: allerhöchste Hygienestandards, Besuchsverbot, maximale Begrenzung der Außenkontakte (zu Lieferanten, Dienstleistern, usw.). Bereits in der zweiten Märzwoche hielt der Pflegeleiter des SBA-Altersheimes bei GIRASSOL eine ganztägige Schulung zum Umgang mit COVID-19 ab, gerichtet an alle Mitarbeiter, Schüler, Kita-Kids und ihre Angehörigen (wir berichteten darüber auf unserer Homepage und auf Facebook). Dann hat das dramatische Tempo der vom Bundesstaat São Paulo ausgegebenen Verordnungen alle hoffnungsfrohen Erwartungen, alle Planungen überrollt – seit dem 19. März sind alle Bildungseinrichtungen geschlossen, alle Geschäfte (außer Supermärkten, Apotheken und Tankstellen), alle Restaurants, Kinos, Theater, Behörden. Wo immer möglich, ist im Homeoffice zu arbeiten, die Menschen sollen zuhause bleiben, zu anderen Abstand halten: allen ist der englische Ausdruck „shut down“ für diese Situation mittlerweile geläufig. Und natürlich soll die Bevölkerung sich häufig die Hände waschen, überhaupt für Sauberkeit sorgen und Nasen-Mund-Schutzmasken tragen außerhalb des eigenen Heims. Soweit so richtig – wie bei uns, möchte man denken.

Dass überhaupt solche Maßnahmen ergriffen wurden, liegt daran, dass die Gouverneure der einzelnen Bundesstaaten seit Wochen die Verantwortung übernommen haben und versuchen, die Verhaltensregeln der WHO umzusetzen.

Das öffentliche Gesundheitssystem ist chronisch unterfinanziert, geprägt von Missmanagement, katastrophal ausgestattet und demzufolge über die Maßen ineffizient. Entwickelt ein „favela“-Bewohner also Corona-Symptome, wird ihm wahrscheinlich das Geld fehlen, um zum Arzt/Krankenhaus zu fahren. Kommt er aber doch bei einer Klinik an, wird er möglicherweise Tage darauf warten, untersucht zu werden, um dann zu erfahren, dass für ihn kein freies Bett oder gar ein Platz in einer Intensivstation zur Verfügung steht. Er wird höchstwahrscheinlich, mit ein paar Fieber senkenden Tabletten versehen, nach Hause geschickt werden, mit der Empfehlung, in drei Tagen sich erneut vorzustellen ... Es ist nicht sicher, dass der Patient all‘ die Unannehmlichkeiten ein weiteres Mal auf sich nehmen wird. Wahrscheinlicher ist, er wird ohne ärztliche Versorgung gesund oder er verstirbt daheim ohne Diagnose, die Dunkelziffer der Todesfälle erhöhend, andere infizierend.

Und bedenken Sie bitte die Lebensrealität des GIRASSOL-Umfeldes! Unsere Kinder und Jugendlichen mit ihren Familien leben unter für Mitteleuropäer schwer vorstellbaren Bedingungen: ihr Häuschen ist manchmal nicht mehr als eine Hütte, hat nur selten mehr als zwei Räume, die sich mitunter sechs, acht und mehr Personen teilen müssen. Sanitäreinrichtungen wie wir sie kennen? Nicht vorhanden, häufig muss das Wasser in Eimern von einem Gemeinschaftswasserhahn mehrere hundert Meter nach Hause geschafft werden … Die Abwässer suchen sich nicht kanalisiert ihren Weg – so viel zu Hygiene und verstärkter Sauberkeit. Außerdem liegen die Häuser direkt beieinander, Wand an Wand; Türen und Fenster schließen schlecht; die Dächer bestehen aus Wellblech- oder Kunststoffplatten. Das bedeutet extreme Hitze im Sommer und große Kälte im Winter und gelegentlich regnet es auch rein. Darum, und um der Enge zu entkommen, halten sich die Menschen vornehmlich draußen auf – wobei diese Armensiedlungen, in denen oftmals mehrere `zigtausend Menschen leben, von eher schmalen Straßen durchzogen werden, oft sind es nur Gässchen und Wege. Zu anderen Abstand zu halten, funktioniert also nicht wirklich.

Schlimmer noch: „favela“-Bewohner sind eher selten in einem regulären Arbeitsverhältnis beschäftigt. So sie denn Arbeit haben, handelt es sich oft um Tagelöhner/Gelegenheitsjobs oder sie versuchen, sich als Selbstständige irgendwie über Wasser zu halten, indem sie mit einem Bauchladen umherziehen, beispielsweise. Kurzarbeitergeld ist in Brasilien genauso unbekannt wie staatliche Unterstützung für Selbständige. Sie merken es schon: der „shut down“ hat so gut wie all‘ diesen Leuten das Einkommen genommen. Kein Geld heißt dann sofort auch: kein Essen auf dem Tisch – denn Rücklagen haben diese Menschen genauso wenig wie Platz für einen kleinen Gemüsegarten oder ein paar Hühner auf dem Hof...

Es sind diese widrigen Gegebenheiten und Lebenswirklichkeiten, die die Arbeit von GIRASSOL in Grajaú so wichtig und wertvoll machen. Die Einrichtung ist ein Leuchtturm, der Perspektiven auf einen Weg aus dieser Armut bietet. Und mit der Schließung von GIRASSOL fehlt jetzt nicht nur die Ausbildung der Jugendlichen, sondern auch die Betreuung und die ganztägige Verköstigung der Kinder.

Mit dieser etwas ausführlicheren Schilderung der Lebensumstände unserer GIRASSOL-Schützlinge, wollen wir Sie ein wenig sensibilisieren für die großen Sorgen, die uns vom Förderverein, sowie die SBA, als auch die Leitung von GIRASSOL umtreiben. Es weiß in São Paulo keiner, wann und unter welchen Voraussetzungen der Betrieb in Schulen und Kitas wieder möglich sein wird. Derzeit wird davon ausgegangen, dass GIRASSOL erst im August/September wieder in einen noch zu definierenden Regelbetrieb treten kann. Bis dahin konzentrieren wir uns auf zweierlei: Kontakt halten zu den Kindern und Jugendlichen mit ihren Familien und versuchen, den Hunger zu lindern.

Seit Mitte April versuchen die Lehrer den Auszubildenden via Mobiltelefon so etwas wie Unterricht anzubieten; einfache Handys besitzen die Jugendlichen fast alle, PCs natürlich nicht. Es ist allen Verantwortlichen bewusst, dass diese Maßnahmen viel mehr dazu dienen, den Kontakt zu halten, als der Wissensvermehrung. Aber so haben wir von den erdrückenden Ängsten in den Familien direkt gehört; viele wissen nicht mehr, wie sie ihre Lebensmittel bezahlen sollen.

Zu den Knirpsen halten die Erzieherinnen über die Handys der Mütter die Verbindung aufrecht. Die Kleinen bekommen „Aufgaben“ gestellt: die Familie mit Schutzmasken malen, das Mittagessen, eine Blume für Mama zum Muttertag, usw. Und so wissen wir, auch bei diesen Familien herrscht blanke Not, zumal die Kinder bei GIRASSOL ja sonst den Tag über voll verköstigt werden ... Selbst wenn die Mütter noch Arbeit haben, sind sie durch die unbetreuten Kinder in vielen Fällen daran gehindert, dieser nachzugehen.

Das GIRASSOL-Team vor Ort leistet Großartiges, den Kontakt nicht abreißen zu lassen, sich die Sorgen der Familien anzuhören. Es ist schlimm genug, nur materiell helfen zu können, aber das wenigstens möchten wir tun, solange es nötig bleibt – keiner von GIRASSOL soll hungern müssen!!

Ermöglicht durch eine lokale Spende, fand Ende April die erste „cesta-básica“ (Grundnahrungsmittelkorb) – Aktion statt: SBA GIRASSOL hat für die Kita-Familien ein umfangreiches Lebensmittelpaket zusammengestellt, das im Speisesaal unter den derzeitigen Vorsichtsmaßnahmen ausgehändigt wurde. Das komplette Sortiment (Reis, Bohnen, Nudeln, Öl, Salz, Konserven, Zucker, H-Milch, Seife, Zahnpasta, usw., usw.) wurde in Supermärkten der Umgebung von GIRASSOL gekauft, um somit auch dem Handel in dieser ärmlichen Gegend zu helfen.

Das Werben um Geld- und Sachspenden vor Ort für das gleiche Unterfangen im Mai ist in vollem Gange, aber unsere zusätzliche Mithilfe aus Europa ist dringend erforderlich. Ab diesem Monat sollen auch die Auszubildenden diese Hilfe erhalten, zumal die Jugendlichen häufig neben Schule und Ausbildung auch noch arbeiten, um das Budget ihrer Familien aufzubessern – Arbeit, die die meisten nun nicht mehr haben.

Es sollen jeden Monat 350 Pakete à € 20 gepackt werden. Wir möchten diese Unterstützung bis September aufrechterhalten, davon ausgehend, dass dann viele wieder ein Einkommen haben werden. Das bedeutet, wir brauchen ca. € 28.000, um zu verhindern, dass die Familien unserer GIRASSOL-Schützlinge Hunger leiden müssen.

MaskenEs gibt aber auch Licht in diesen dunklen Zeiten! Ein klein wenig stolz und sehr zufrieden möchten wir von dem wertvollen Beitrag berichten, den der Schneiderei-Kurs zu den unerlässlichen Hygienemaßnahmen im SBA-Altersheim seit nunmehr zwei Wochen leistet. Wie überall auf der Welt mangelt es auch in Brasilien an Pflege-Grundausrüstung und Material. Der Preis für Nasen-Mund-Schutzmasken hat sich beinahe verhundertfacht - so man überhaupt welche ergattern kann. Es grenzt an ein Wunder, dass es der SBA-Leitung gelungen ist, große Mengen des Gewebes zu erwerben, aus dem diese Masken bestehen. Dazu konnten viele, viele Meter der Verschlussbänder aufgetrieben werden. Der GIRASSOL-Leitung gelang es, aufgrund der Systemrelevanz eine Sondergenehmigung für den Betrieb der Schneiderwerkstatt zu erwirken. Nun nähen Freiwillige aus den Reihen der Kursteilnehmer in wechselnder Besetzung unter Einhaltung aller Vorschriften (Mindestabstand, Nasen-Mund-Schutz, Handdesinfektion, usw.) täglich Hunderte Einwegmasken für das Pflegepersonal des SBA-Altersheims, für die „cestas básicas“ und für die GIRASSOL Belegschaft, wenn da wieder gestartet werden darf. Die Schneiderei-Azubis gewinnen im Eiltempo Erfahrung im „Industrienähen“ und empfinden, wie sie selbst versichern, großen Stolz und fühlen sich geehrt, für diese Aufgabe geeignet zu sein. Wie wertvoll ist es, in dieser verunsichernden Zeit, Menschen den Genuss von Erfolgserlebnissen zu bescheren!

Wir in Europa spüren alle – jeder auf seine Weise – die Unannehmlichkeiten (und müssen damit umgehen), die dieses noch unerforschte Virus uns bereitet. Was den Menschen anderorts durch COVID-19 abverlangt wird, können wir uns kaum vorstellen. Aber wir alle aus der großen GIRASSOL-Familie können wirklich und wirkungsvoll helfen, die Not einiger Hundert Menschen ganz konkret zu lindern. Und das bedeutet: wir können große Sorgen kleiner machen und damit können wir Hoffnung schenken!

Bitte tragen Sie dazu bei, dass Hunger die Menschen nicht zusätzlich schwächt und damit noch leichter zur Beute der Pandemie werden lässt! Es bricht uns fast das Herz, diesen verfrühten Sommerbrief mit so traurigen Fakten zu befrachten und um zusätzliche Spenden zu bitten, um einer so bitteren Wahrheit entgegen zu treten: den leeren Tellern! Niemand weiß, was die Zukunft bringen mag. Aber wir sind sicher, dass wir zurückkehren werden auf den Weg zur Bildung, die aus der Armut führt! Im Moment geht es aber tatsächlich um Existentielles und wir bitten Sie sehr, die Menschen von GIRASSOL wieder mit Ihrer helfenden Großzügigkeit zu bedenken.

Nur gemeinsam sind wir stark, nur gemeinsam wird die Menschheit diese Krise wirklich meistern können.

In diesem Sinne möchten wir uns verabschieden und für Ihre Unterstützung danken!

Ihre

Andreas Krebs und Dr. Thomas Schmidt

 

Drucken E-Mail

Verschiebung der Mitgliederversammlung

Liebe Mitglieder und Unterstützer von GIRASSOL!

Auch wir reagieren selbstverständlich auf die Empfehlungen der Landesregierung Nordrhein-Westfalen und müssen leider die Mitgliederversammlung des Fördervereins Girassol e.V., geplant für den 28. März 2020, aufgrund der COVID-19 (Corona-Virus) Situation, bis auf weiteres verschieben. Sobald wir wieder eine planbare Situation haben, melden wir uns mit einem neuen Termin.

Wir hatten uns sehr auf die Mitgliederversammlung gefreut, zumal es sehr viele und sehr positive Entwicklungen in GIRASSOL Kids und Pro gibt. Gerne möchten wir die Gelegenheit nutzen, Ihnen von den aktuellen Entwicklungen dort zu berichten:

  • Wir hatten ein gutes Jahr 2019. Unser Spendenvolumen hat sich, dank auch Ihrer Unterstützung weiter gut entwickelt und wir konnten den positiven Trend der letzten zwei Jahre fortsetzen. Durch Unterstützung von Sternstunden e.V. (der Hilfsorganisation des Bayrischen Rundfunks) konnte unsere Berufsschule in vielen Bereichen renoviert, modernisiert und zusätzlich der neue Bäckerei-Ausbildungskurs eingerichtet werden.
  • Der Bäckerei-Ausbildungskurs hat die größten Bewerberzahlen und gleichzeitig die höchste „employability“-Quote. Das heißt, alle Teilnehmer haben schon während oder direkt nach der Ausbildung Arbeit gefunden.
  • Für 2020/2021 planen wir die Erweiterung des Elektrikerkurses mit zusätzlichen inhaltlich-fachlichen Angeboten (z.B. Robotik, etc.) und werden auch versuchen, den Kurs auf ein vergleichbares Niveau einer technischen Ausbildung anzuheben, die den staatlichen Vorgaben für eine Qualifikation als „técnico“ entspricht. Das würde die Berufs- und Einstellungschancen noch einmal erheblich verbessern.
  • Die Halbtagsbetreuung unserer ersten „Schulkinder“, die aus unserer Kita in die Schule gewechselt sind, ist gut angelaufen. Hier planen wir einen weiteren Ausbau der Betreuung durch mehr Hausaufgabenhilfe, Sport und Musikangebot.
  • Die Mitarbeiter-Anzahl ist von 29 auf 32 voll vergütete Arbeitsplätze angestiegen. Wir achten nach wie vor darauf, dass so viele Mitarbeiter wie möglich aus der direkten Umgebung von GIRASSOL und aus dem Stadtteil Grajáu kommen, denn das festigt sehr die Bindung in die „community“.
  • Unserem Sonderspendenaufruf für das „Büsschen“, um den Ersatz für den alten VW-Bus zu finanzieren, haben viele Spender und Spenderinnen gefolgt und der neue 7-Sitzer ist in Betrieb! Dafür nochmals ganz großen Dank!
  • Wir konnten GIRASSOL bei verschiedenen Veranstaltungen und Organisationen erfolgreich präsentieren. Einige Anträge für Fördergelder laufen noch und wir sind zuversichtlich, weitere institutionelle Unterstützung zu bekommen.
  • Selbstverständlich haben auch wir bereits in der vergangenen Woche Corona-Virus-Präventions-Schulungen für alle Mitarbeiter, Berufschullehrer, Auszubildende, sowie für die Angehörigen der Kita-Kinder vorgenommen. Der Leiter des Pflegedienstes der SBA (unseres lokalen Trägers, der auch ein Seniorenwohn- und Pflegeheim betreibt) war ganztägig in GIRASSOL um uns zu unterstützen.

Gerne erzählen wir Ihnen noch mehr von unserem letzten Besuch (Anfang März) vor Ort und über die oben erwähnten Aktivitäten rund um GIRASSOL. Sie können uns einfach unter 02173-99376377 oder 0170-2021753 (Andreas Krebs mobil) anrufen. Aktuelle Informationen finden Sie auch auf unserer Webseite und bei Facebook.

Ihre Unterstützung ist in diesen besonders herausfordernden Zeiten noch wichtiger. Bitte bleiben Sie uns gewogen! Die GIRASSOL-Familie vor Ort und der gesamte Vorstand des Fördervereins ist Ihnen außerordentlich dankbar dafür. Gerade jetzt ist es wichtig, dass wir für die besonders Bedürftigen weiterhin zusammenstehen.

Mit besten Grüßen und für Ihr Verständnis dankend, Ihre

Andreas Krebs und Dr. Thomas Schmidt

Drucken E-Mail